Der Lebensbereich Wohnen

 

Die bauliche Gestaltung und Ausstattung ist wie folgt:

 

1.  Das Vollstationäre Wohnen befindet sich auf dem Grundstück der Einrichtung Haus Lütjenburg und wird durch einen Verbindungsflur/ Verbindungstür mit der bestehenden Übergangseinrichtung verbunden, um übergreifend die Küche, Pflegebad, sowie die Verwaltungsbüroräume gemeinschaftlich zu nutzen. Durch die Verbindung und die gleichbleibende Umgebung bleibt für die Bewohner, die zuvor im Haus Lütjenburg betreut wurden, das gewohnte Umfeld und soziale Kontakte erhalten. Sie müssen sich nur bezogen auf ihre Zimmer räumlich umorientieren, nicht aber bezogen auf ihre Umgebung. Unsicherheiten resultierend aus neuen, ungewohnten Situationen oder Örtlichkeiten werden dadurch erheblich reduziert. Bewohner die direkt aufgenommen werden, müssen sich neu einleben und eingewöhnen.

 

2.    Die Bewohner leben in 3 Doppel- und 9 Einzelzimmern, verteilt auf 2 Etagen. Dabei ist das Haus baulich so gestaltet, dass jeweils 2 kleine Wohngruppen auf jeder Etage mit gemeinsamen Aufenthaltsräumen entstehen. Die Wohngruppen sind durch Zwischentüren voneinander trennbar. Dadurch besteht auch die Möglichkeit für Menschen mit Beschluss zur geschlossenen Unterbringung extra Wohngruppen abzutrennen, die dann geschlossen sind. Da dieser sehr fest geschlossene Rahmen nicht im Sinne unserer Arbeit ist, streben wir an, dass alle Bewohner sich innerhalb der Einrichtung und auf dem Gelände uneingeschränkt aufhalten können.

 

 

 

3.   In dem Aufenthaltsraum ist ein Kochbereich integriert um die Möglichkeit zum selbständigen Kochen, sowie hauswirtschaftlichen Verrichtungen/ Training zu geben, aber auch die Vergabe von Essen aus der Hauptküche einzurichten. Zudem steht ein extra Hauswirtschaftsraum zum Wäsche waschen und Wäschetraining, aber auch Training hauswirtschaftlicher Verrichtungen, zur Verfügung. Der Aufenthaltsraumist wohnlich gestaltet und möbliert. Dabei sollen Sitzecken, wohnzimmerähnliche Ausstattung und Mobiliar den Charakter des Zuhauses unterstützen.

 

4.      Alle Bewohnerzimmer sind behindertengerecht gestaltet, wohnlich möbliert und immer 2 Bewohner teilen sich eine Nasszelle, d.h. Dusche und WC gemeinsam. Um dabei ein helles, freundliches Ambiente zu schaffen, sind die Zimmer mit hellen Holzmöbeln, großen Fenstern und viel Licht eingerichtet. Damit sich die Bewohner aber Zuhause fühlen, ist es hilfreich und wünschenswert, wenn sie sich den Wohnplatz persönlich herrichten. Dazu können sie in Absprache mit dem Haus auch eigene Einrichtungsgegenstände mitbringen, Wände gestalten und bekommen Unterstützung, sowie Anregungen.

 

5.   Die Bewohnerzimmer sind von innen mit einem sogenannten Hotelverschluss abschließbar. Jeder Bewohner erhält dafür seinen eigenen Zimmerschlüssel, sowie einen Wertfachschlüssel, denn in den Schränken befinden sich verschließbare Wertfächer, in denen der Bewohner besonders wichtige Dinge verschließen kann.

 

6.      Neben den Bewohnerzimmern und dem Angebots- Gemeinschaftsbereich sind des weiteren Dienstzimmer, Behandlungsraum (Vergabe und Aufbewahrung Medikamente, Behandlungspflege), sowie Wirtschaftsräume in der Einrichtung.

 

 

Verpflegung

Es wird eine ausgewogene und angemessene Ernährung angeboten. Die Versorgung erfolgt durch die Mitnutzung der hauseigenen Küche der Übergangseinrichtung Haus Lütjenburg.

 

Als tagesstrukturierende Komponente, zum Erhalt der Selbständigkeit und vor allem zur Unterstützung des Wohncharakters werden die Leistungsberechtigten das Frühstück und Abendbrot in der dafür vorgehaltenen Küche im Wohnbereich im Rahmen eines Küchendienstes (einschließlich Abwaschdienst) und Tischdienstes selbst vorbereiten und einnehmen. Das Mittagessen (warm) wird in der Großküche der Übergangseinrichtung zubereitet und die Leistungsberechtigten nehmen das Mittagessen im Speiseraum der Übergangseinrichtung ein.

 

Die Gestaltung der Ernährung richtet sich soweit wie möglich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Leistungsberechtigten. Angeboten werden Frühstück, Mittagessen, Zwischenmahlzeit und Abendessen.

 

Getränke werden in ausreichendem Maß d.h. Saftbehälter in den Aufenthaltsräumen, Sprudelwasser, Tee, gestellt.

 

Diätversorgung, Schonkost erfolgt nach ärztlicher Anweisung.

 

Reinigung

Die Reinigung der Wohn- Gruppen- und Gemeinschaftsflächen erfolgt durch die Einrichtung. Die Bewohner wirken,  wenn möglich und sinnvoll, bei den täglichen Reinigungsarbeiten unterstützend mit. Eine Anleitung und Begleitung zur verantwortlichen Mitarbeit erfolgt im Rahmen von Training zur Bewältigung von Alltagsaufgaben, Hauswirtschaftstraining, Zimmerreinigung mit Schwerpunkt auf den persönlichen Lebensbereich und die gemeinschaftliche Haushaltsführung.

 

Wäscheversorgung

Die Reinigung der hauseigenen Wäsche wird in der Einrichtung sichergestellt. Dabei werden die Bewohner soweit dies möglich ist, zur selbständigen Wäscheversorgung angeleitet. (Förderung des Selbsthilfepotentials).